Das Kind des Königs

Sandra Lobsiger, Katechetin in St. Marien, erzählt eine Geschichte zur Barmherzigkeit und wie wir für unseren Alltag daraus lernen können.

Als ich noch ein Kind war, habe ich die Geschichte vom heimlichen Königskind gehört. Diese Geschichte hat mich als Kind sehr fasziniert und ich fand sie auf’s Neue immer wieder spannend und einfach nur wundervoll. Ich fragte mich oft, wie würde sich unsere Welt entwickeln, wenn alle Kinder auf dieser Welt mit viel Liebe, Geborgenheit und mit allem was sie für ein glückliches Leben benötigen, aufwachsen würden? Gäbe es dann eine Welt wie in der Geschichte beschrieben? Wären alle auf dieser Welt glücklich, zufrieden und würden in Frieden leben? Gäbe es für den Weltfrieden und gegen Armut und Gewalt ein solch einfaches Rezept? Die LIEBE als Akt der Barmherzigkeit als Antwort auf alles? Was können wir in diesem Fall beitragen, dass eine solche Welt entsteht? Dass es allen gut geht und Menschen im Einklang friedlich miteinander leben können? Hier zuerst einmal die Geschichte.

Das Kind des Königs

Es war einmal ein mächtiger König. Die Stadt in der er herrschte war von grosser Armut geprägt. Die Menschen die da wohnten waren alle sehr arm, unglücklich und unzufrieden und hatten grosse Angst vor dem reichen König. An einem schönen Sommertag liess also der König das ganze Volk auf dem grossen Stadtplatz versammeln, um ihnen eine Mitteilung zu machen. Mit lauter ausdrucksvoller Stimme verkündetet der König dem Volk: Unter euch habe ich heimlich ein Königskind versteckt. Niemand weiss von welchem Kind ich spreche. Seid nett zu diesem Königskind und behandelt es gut. Wenn ich je erfahren sollte das diesem Kind schlecht getan wurde, dann werde ich den Übeltäter sofort hart bestrafen!“ Nach diesen Worten kehrte der König in sein Schloss zurück. Da die Stadtbewohner grosse Angst vor dem König hatten und keiner bestraft werden wollte, behandelten sie fortan jedes Kind in der Stadt wie ein König. Sie wussten ja nicht, welches Kind nun tatsächlich das Königskind sei. So lebten die Menschen in der Stadt jahrein und jahraus. Die Zeit verging schnell. Die Kinder wurden erwachsen und gründeten selber eine Familie. Nach all den Jahren freute sich der König sehr darüber, was nun aus seiner Stadt geworden war. Die Stadt war sauber, alles gut gepflegt und es wurden Schulhäuser, Kinos, Theater, Krankenhäuser und vieles mehr gebaut. Aus den Bewohner wurden glückliche und zufriedene Menschen, es ging allen gut in dieser Stadt. Nun stellt sich hier natürlich die Frage, warum waren die Menschen alle plötzlich glücklich und zufrieden? Vermutet wird, weil jedes Kind wie ein König behandelt wurde, mit viel Liebe und Fürsorge grossgezogen wurde. Die Kinder hatten alles was sie brauchten, um mit einem gesunden Urvertrauen in Liebe und Güte gross zu werden. Der Kreis der Armut und Unzufriedenheit war durchbrochen.

Autor ist unbekannt

Wie können wir den Umgang mit unseren Mitmenschen verbessern und Menschen unterstützen? Eine kleine Hilfestellung bieten uns die 7 Werke der Barmherzigkeit:

Die geistigen Werke der Barmherzigkeit sind:

  • Unwissende lehren
  • Zweifelnde beraten
  • Trauernde trösten·
  • Sünder zurechtweisen
  • Beleidigern gern verzeihen
  • Lästige geduldig ertragen
  • Für Lebende und Verstorbene beten

Die leiblichen Werke sind:

  • Hungrige speisen
  • Durstigen zu trinken geben
  • Fremde beherbergen
  • Nackte kleiden
  • Kranke pflegen
  • Gefangene besuchen
  • Tote bestatten

Lasst uns gemeinsam Türen/Herzen für die Barmherzigkeit in unserem Alltag öffnen. Hierfür noch den Link zu einem wunderschönen Lied für Gross und Klein. Viel spass!

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